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es ist wieder wahnsinnig viel zeit vergangen, seit wir das letzte mal spuren auf dem blog hinterlassen haben. nun, da es um uns herum etwas ruhiger wird – bei uns muss sich die ruhe noch gedulden – nutzen wir die zeit des wartens auf zuarbeiten und wagen wir einen vorsichtigen blick auf das, was war in diesem jahr:

wir haben wieder einige interessante veranstaltungen organisiert und durchgeführt. wie in den vergangenen jahren waren dies das Thüringer Bildungssymposium 2009 , das Bierfest in Weißensee, das Stadtfest 800 Jahre Waltershausen und als highlight die Eröffnung des Erweiterungsbaus der Aeropharm GmbH in Rudolstadt .

kommunikationstechnisch haben wir mit unseren netzwerkpartnern Büro für Gestaltung und 3MF sehr unterschiedliche kunden betreut.
zu nennen sind sicher Jette Jâeger , die in erfurt, leipzig, gotha und eisenach filialen unterhalten und mit uns ihr portfolio nun auch online anbieten. das sind neben der kompletten Inneneinrichtung vor allem hochwertige Designmöbel und Designermöbel, Wohnaccessoires, Porzellan, Stoffe, Raumduft und Wohnliteratur, also alles rund um das Thema Möbel, Stoffe und Accessoires und entsprechend hochwertig wurde der webauftritt auch angelegt.

auch Quer-Wege e.V. und die N3 Engine Overhaul Services GmbH & Co. KG wurden von uns betreut und mit zahlreichen kommunikationsmaßnahmen unterstützt.

fast fertig ist das portal MyBaumanager.de , in den startlöchern stehen die kommunikationsmaßnahmen für L-Tec , einen outdoorlift, für dessen kommunikation wir gerade den zuschlag erhalten haben.

kurzum: es war viel los und es geht sportlich weiter, wenngleich auch einige kunden die segel streichen und einige projekte auf eis gelegt werden mussten. so, mal schauen, ob die zuarbeiten endlich da sind…

die rezession ist da. das ist ein fakt. doch statt den kopf in den sand zu stecken, wünsche ich mir von unternehmen folgendes: – kommuniziert intensiver. gute produkte werden auch in rezessionszeiten verkauft. anpassungen sind notwendig und das sowohl produkt- als auch werbungsseitig. die entwicklungen in der kommunikation, den medien und werbung und marketing werden noch nicht ausreichend genutzt um effizienter zu kommunizieren. – erkennt die chancen. momentan ist einiges in bewegung, da bieten sich möglichkeiten marktanteile zu erobern, die vorher in fester hand waren. – denkt immer auch an später. der wahn der vergangenen jahrzehnte möglichst alle gewinne irgendwie weg zu investieren um keine steuern zahklen zu müssen, recht sich nun. gesunde unternehmen haben gesunde rücklagen und können in zeiten wie diesen agieren, während viele nur reagieren können.

wenn unternehmen dies berücksichtigen (und in der vergangenheit berücksichtigt haben), wird es sicher ein spannendes, nicht einfaches jahr, welches aber viele optionen und gelegenheiten für positive entwicklungen bietet.

mitten in einem verlgeichsweise guten januar verschafft mir die aufsichtspflicht auf mein jüngstes kind in zusammenhang mit dessen müdigkeit ein paar minuten ohne konkrete aufgabe. so bietet sich mir die gelegenheit, über das kommende jahr und meine erwartungen/aussichten unter dem wirtschafts-aspekt nachzudenken.
beherrschendes thema ist momentan finanz- und wirtschaftskrise. medial ein ergiebiges thema, bieten doch zusammenbrüche scheinbar fest im fundament unseres wirtschaftssystems verankerter unternehmen reichlich sensationen. ein wenig panikmache kann ich auch verspüren und es macht sich die empfindung breit, dass diese krise bzw. diese rezession im großen und ganzen noch nciht als das betrachtet wird, was sie ist: eine chance neu auszureichten, neu zu strukturieren, neu zu verteilen.
ich betrachte unser wirtschaftssystem als sehr weit entwickelt, stelle aber fest, dass eine rezession wie wir sie momentan erleben notwendig ist, um fehlentwicklungen, verwässerungen und auch eingeschlichene “gewohnheiten” los zu werden.
ein gern herangezogener vergleich ist der buschbrand, welcher in der natur einen neuanfang ermöglicht, wenn die entwicklung sehr weit fortgeschritten ist und eine steigerung nicht mehr möglich scheint.
die frage, die ich mir stelle ist die, ob wir einem der wirtschaftsgesundheit dienenden neuanfang nicht im wege stehen, wenn wir diesen buschbrand permanent versuchen zu löschen.
auf die lange sicht kann es doch sinnvoll sein, banken oder auch kfz-hersteller, die sich mit falschen produkten verzockt haben, ihrem schicksal zu überlassen, weil dadurch platz für neues wird. ich bin sicher kein großer verfechter unseres wirtschaftssystems aber ich traue ihm zu, solche situationen in einer art heilungsprozess zu überstehen – ohne einen totalen kollaps zu erleiden – und hinterher stärker und gesünder zu sein. sicher ist es für alle teilnehmer des wirtschaftssystems bequem und für einzelne personen auch existenzrettend, vater staat in die pflicht zu nehmen. und sicher ist vater staat in anbetracht anstehender wahlen und in anbetracht einer ausrichtung seiner aktionen auf wählerstimmen gern bereit, als retter den starken arm zu reichen. aber drei fakten werden gern außer acht gelassen:
1. die bereitschaft der einmal geretteten, sich nicht erneut einem solchen risiko auszusetzen ist gering – schließlich funktioniert die rettung.
2. statt unseren kindern, die ohnehin, wenn sie arbeiten, eine enorme soziallast zu schultern haben (stichwort überalterung der gesellschaft) fruchtbaren boden zu bereiten, hinterlassen wir verkrustete strukturen und berge an schulden.
3. die ungerechtigkeit im weltweiten wirthschaftssystem nimmt zu, da statt subventionsabbau und fairen chancen für alle produzenten weltweit nun die großen firmen, die milliarden verdient haben und zu dumm waren die gewinne ordentlich zu investierenm, auch noch indirekt subventioniert werden.
kurzum: die rezession ist schmerzhaft aber notwendig und nur wenn wir das begreifen und die richtigen schlüsse ziehen, können wir aus ihr kraft schöpfen. tun wir dies nicht, löschen wir den buschbrand, können aber sicher sein, dass das noch vorhandene gestrüpp in kurzer zeit wieder brennt.

und das in vielerlei Hinsicht. Zum einen wird in den USA momentan ein neuer Präsident gewählt. Zum anderen tauchen an fast allen erdenklichen Nahtstellen unserer Welt Spannungen auf, mit denen wir schon gerechnet, die wir aber irgendwie doch nicht erwartet haben. Während die US-Amerikaner mit aller Wahrscheinlichkeit das kleinere der beiden Übel wählen werden und sich der Rest der Welt nunmehr ernsthaft fragen darf, wie viel Hoffnung man in einen Präsidenten setzen darf, der ja doch im gleichen System funktionieren muss, wie seine Vorgänger, hat der Turbokapitalismus soeben einen Kolbenfresser erlitten.
Im Prinzip kann man das mit einem Rennfahrzeug vergleichen, bei dem zugunsten besserer Rundenzeiten schon einmal auf das Nachfüllen von Mototrenöl und den Einbau einer Bremse verzichtet wurde. Aus meiner Sicht ist das schade, da dieser offensichtliche Zusammenbruch den gekühlten Blick auf die Dinge verstellt und Kräften Aufschub verleiht, die zwar schon immer dagegen waren, leider aber keine Idee haben, für die man dafür sein kann. Im heraufziehenden Superwahljahr dürfte diese Situation dazu führen, dass die klaren inhaltlichen Abgrenzungen der politischen Lager weiter verwaschen werden, einhergehend mit einem Identifikationsverlust der Stammwähler. Wenn ich dann noch feststelle, dass es an Charakteren mit wirklichen Visionen fernab der Parteien-Prozente mangelt, sehe ich für die Wahlen schwarz oder vielmehr rot-braun.
Warten wir also ab, was die US-Wahl bringt und wie sich die Situation im Lande entwickelt. Ein direktes Eingreifen ist erst später vorgesehen.

In den USA steht die Wahl bevor. Es sieht nicht gut aus für die Republikaner. Nachdem bereits während der letzten Wahl 2004 das Szenario einer akuten Bedrohung aufgebaut und für den republikanischen Sieg ausgenutzt wurde, lassen sich die bereits vorhandenen Krisenherde Afghanistan und Irak kaum noch nutzen, da die konkrete Bedrohung für die USA bei den Bürgern nicht präsent ist und auch nicht mehr kommunikativ aufgebaut werden kann und die Meinung in der Bevölkerung eher ein absehbares Ende dieser Konflikte fordern. Die Stärke der Republikaner liegt aber in der vermeintlichen Härte, mit denen sie den Feinden der USA überall in der Welt begegnen.

Wäre es also möglich, dass eine neue Krise mit einem kalkuliert provozierten Erstarken des ehemaligen Block-Feindes Russland den Republikanern die Macht sichern soll?

Die USA engagieren sich intensiv in Ländern, die nach dem Ende der UdSSR in direkter Nachbarschaft Russlands liegen. Dies geschieht zum einen um Märkte für die nationalen Unternehmen zu erschließen, das vorhandene Machtvakuum im Interesse der USA zu füllen und auch um die Balance zwischen den ehemaligen Gegnern zugunsten der USA zu verschieben und möglichst nah und direkt an Informationen aus Russland zu kommen. Dabei werden direkt oder indirekt auch Regierungen unterstützt, die nicht den anerkannten demokratischen Prinzipien folgen, solange es im Interesse der USA ist.

Georgien gründete sich nach dem Zerfall der UdSSR auf dem Territorium, welches Stalin willkürlich festgelegt hatte und welches nicht das Territorium des georgischen Volkes repräsentiert. Der georgische Staat wurde im Rahmen der territorialen Umbrüche nach dem Ende der UdSSR übereilt von den Vereinten Nationen akzeptiert. Auf diese Weise gerieten Südossetien und Abchasien in den Georgischen Staat ohne, dass die dort lebenden Bevölkerungsmehrheiten der Südosseten und Abchasier dem in einer Wahl oder einem Entscheid zugestimmt hätten. Diese Volksgruppen haben den Georgischen Staat nie akzeptiert. Seit 16 Jahren laufen Verhandlungen über den Status der Gebiete.

Nachdem es in den Gebieten zu Auseinandersetzungen kam, wurde ein Friedensvertrag unterzeichnet und es wurden mit Zustimmung aller Konfliktparteien russische Friedenstruppen stationiert. Immer wieder kam es zu kleineren Auseinandersetzungen, die aber unter Kontrolle gehalten werden konnten.

Die USA finanzierten den Ausbau und die Entwicklung des georgischen Militärs und unterstützten die Ausbildung der Soldaten aktiv. Im Gegenzug erledigten georgische Soldaten im Irak viel Schmutzarbeit an der Seite der USA.

An einem anderen Schauplatz des Konfliktes USA-Russland fand eine wichtige Entscheidung statt: Das Kosovo erklärte sich von Serbien für unabhängig, obwohl das Völkerrecht dies nicht deckt. Diese Abspaltung gelang mit Unterstützung der USA, Europas und der westlichen Welt und schafft ein Faktum.

Im August 2008 griffen georgische Einheiten die südossetische Hauptstadt an. Dies kann nicht ohne Wissen der US-amerikanischen Ausbildungs- und Aufklärungskräfte in Georgien geschehen sein, es sein. Immerhin sind CIA-Spezialisten in Georgien.

Die Signale der USA an den georgischen Präsidenten im Vorfeld des Angriffes wurden von vielen Diplomaten als Duldung des Vorgehens gewertet.
Die USA wussten, dass Russland in einer solchen Situation eingreifen würde und dies in der westlichen Welt zu einem Erstarken der Bedrohung durch den ehemaligen Block-Gegner führen wird.

Die USA wussten auch, dass Russland nach einem Eingreifen ein Faktum schaffen würde, in dem es die Unabhängigkeit der beiden Gebiete anerkennt und pochen nun jedoch auf Einhaltung des Völkerrechts, obwohl in einem anderen Fall im Interesse der USA gerade dagegen verstoßen wurde.

Die aktuelle Krise mit dem scheinbaren Aggressor Russland spült den Republikanern Wähler in die Arme und brachte die zwischenzeitlich unschlüssigen Polen zu einer schnellen Pro-Entscheidung beim Thema Raketenschild.

Sollte unsere Regierung in so einer Situation ganz vor in der Reihe stehen und mit dem Verschlechtern von Beziehungen drohen?

nach einem guten start am freitag gönnten wir uns samstag vormittag ein stattliches zeltplatzfrühstück. anschließend machten wir einen rundgang, um uns neben den verschiedenen sicher nicht durch statiker abgesegneten zeltburgen auch die merchandise-stände auf dem festivalgelände anzuschauen. ergebnis: verkaufsstände wie immer, zeltburgen zwischen genialität und wahnsinn. tendez wahnsinn. überhaupt ist uns negativ aufgefallen, dass vornehmlich junge festivalgäste einen uns unerklärlichen gefallen daran finden, ihre nähere umgebung gnadenlos zuzumüllen. die ekelschwelle, die normalerweise greift und dafür sorgt, dass menschen aus unserer hygiene-gesellschaft es vorziehen nicht zwischen angefangenen raviolidosen, halbleeren bierdosen und häufchen bereits anverdauter speisen zu hausen, scheint dort ausgeblendet. shame on them.
nach einem kleinen zwischenfall mit vorsichtshalbem besuch eines krankenhauses, kamen wir sonnabend erst recht spät dazu, den bands ein wenig auf die finger zu schauen. the hives und die ärzte waren eine perfekte mischung für den abend und sorgten für absolut gute stimmung. während den hives erreichte auch die am freitag von tocotronic angestoßene soundwall den mond – mondfinsternis. schönes schauspiel, schöne bühnenschows, schöner sound. the hives und die ärzte .